„Fragil“ - Jona Venus Mojen und Klaus Zylla

Vernissage Sa. 30. + So 31. Mai 2020, jeweils 14:30 Uhr

Wir beschäftigen uns schon seit einiger Zeit mit der lyrischen Dichtung Fernando Pessoas, der sich in seinen Schriften mit der Zerbrechlichkeit des Lebens im Allgemeinen und seiner Seele im Besonderen auseinandersetzt. Zu sehen sind Fotocollagen, Objekte und ein Kurzfilm von Jona Venus Mojen und Malerei und Zeichnungen von Klaus Zylla.

Zu unserer großen Freude können wir zu beiden Eröffnungsterminen musikalische Höhepunkte ankündigen: Am Samstag, ab 14:30 Uhr spielt Enikö Ginzery (www.ginzery.com) meisterhaft auf ihren faszinierenden und seltenen Instrumenten, dem Cimbalom und dem Psalter für uns und am Sonntag, ab 14:30 Uhr der virtuose Musiker Maxim Shagaev (www.maximshagaev.com) mit seinem Bajan, dem Knopfakkordeon. Beide Musiker waren schon des Öfteren bei uns zu Gast und haben allerseits große Begeisterung ausgelöst! Wir erheben keinen Eintritt, die MusikerInnen freuen sich über eine Spende (Orientierungswert 10 EUR)!

Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich:

Anmeldung für Samstag 30.5.2020, 14:30 (max. 50 Personen)

Anmeldung für Sonntag 31.5.2020, 14:30 (max. 50 Personen)

Die Eröffnung findet im Freien statt. Da der Besuch der Galerie nur in kleinen Gruppen möglich ist, gibt es eine Besucherlenkung - eventuelle Wartezeiten können auf die eine oder andere genussvolle Art im Café oder im Skulpturenpark genutzt werden.


Was wir sind und was wir wollen

Das Lehniner Institut für Kunst und Kultur e.V. ist ein Ort im Zeichen von Kreativität und Weltoffenheit, der Begegnung und des Lernens in der europäischen Region Brandenburg.

Als Ort künstlerischer Praxis, Ausstellungsraum, Tagungsstätte und Gästehaus macht das Institut ein interdisziplinäres Angebot für Bildende Kunst, Literatur und Musik, Theater und Tanz. Hierzu gehören weiterhin die Kunstgalerie, die Kunsthalle und der Skulpturenpark, Werkstätten sowie das Ufercafé. Unser Handeln findet in dem Selbstverständnis statt, dass Kunst und Natur anregend auf Menschen wirken und der Gesellschaft vitale Impulse geben können. Wir bauen bei unseren Aktivitäten auf Vielfalt. Der Kunstverein ist seit 1991 Teil der Natur- und Kulturlandschaft der Gemeinde Kloster Lehnin im Havelland, zu deren Erhalt und Weiterentwicklung der Verein sich verpflichtet fühlt. Ein magischer Ort am Klostersee.

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Entstehungsgeschichte

Das Institut für Kunst und Handwerk e.V. wurde 1991 auf Initiative des Malers und Bildhauers Eckhart Haisch gegründet. Obwohl die Kunst und Kulturarbeit Anlass und Kern des Projektes waren, begann der junge Verein zuerst vor allem als Bildungsträger zu arbeiten. Er gab sich daher vorerst den Namen: Lehniner Institut für Weiterbildung e.V. und wurde als erste Arbeitsförderungs-Gesellschaft im Land Brandenburg registriert. Im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wurden arbeitslos gewordene Menschen aus der Region durch Fachleute des Vereins über "learning by doing" in verschiedenen Baugewerken qualifiziert. Mit Hilfe institutioneller Förderung durch das Sozialministerium konnte der Verein das Kernstück seiner vielen Aktivitäten, ein ehemaliges Sägewerk, den späteren Skulpturenpark am Klostersee erwerben.

Das Gelände am Lehniner Klostersee wurde aufgeräumt und die alte bauliche Grundsubstanz, darunter ein Maschinenraum, eine große Sägehalle, eine Tischlerei usw., zu Ateliers, Werkstätten und zu Seminarräumen um- und ausgebaut. Als Architekt konnte Siegmund Rahl gewonnen werden, dessen Neubau eines filigranen Pavillons aus Holz und Glas in Ufernähe schon 1992 realisiert wurde. Neben der Sanierung und Umgestaltung der Altbausubstanz wurde von Rahl 1999 der Neubau des vereinseigenen Gästehauses fertig gestellt. 

Die ehemaligen "Polterflächen" des Holzplatzes am See werden schon seit 1992 als Skulpturenpark genutzt. Die erste Ausstellung war sensationell, denn der französische Bildhauer Jean Ipoustéguy zeigte 24 Bronzen aus verschiedenen Schaffensperioden in dem damals  noch sehr "wilden" Gelände. "Das Lehniner Institut ist eine Baustelle für Kunst. Unübersehbar im Prozess, in einem lebendigen Prozess", so Haisch. "Ich möchte diesen Zustand nur ungern verändert sehen. Das Rohe, das Unfertige und das spontan Improvisierte muss auch in Zukunft erhalten bleiben."

Seit der Gründung des Instituts werden über das ganze Jahr verteilt Kunst- und Kulturveranstaltungen mit internationaler Beteiligung angeboten. Nach Ipoustéguy folgen Ausstellungen mit Werken von Emil Cimiotti, Joachim Schmettau, Joshimi Hashimoto, Michael Schoenholtz, Werner Stötzer, Volkmar Haase und anderen. 1993 findet ein erstes Internationales Bildhauersymposium statt. Langfristige Leihgaben bilden schon bald die Basis zum Aufbau eines Skulpturenparks.

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